Lexikon der Filmbegriffe

eyeline match


(1) Eyeline Match bezeichnet den Effekt von Kontinuität über den Wechsel zwischen zwei Einstellungen hinweg, wobei die erste eine Figur zeigt, die aus dem Bild schaut, und die zweite das, was diese Figur sieht. Dabei muss ein ungefähres Gefühl für Größe und Distanz der beiden Bilder eingehalten werden, nicht unbedingt auch der Perspektive. Eyeline Matching basiert auf der Erwartung, dass der Blick einer Figur ins Off des Bildes durch ein Bild dessen, was sie sieht – eines Objektes oder Ereignisses, einer anderen Figur, eines antwortenden Blickes – eingelöst wird. Der Effekt liegt auch einer kodifizierten Form wie dem Schuss-Gegenschuss zugrunde.
(2) Um sicher zu sein, dass ein Schauspieler einer Figur in die Augen sieht, die zur Zeit der Aufnahme noch gar nicht da ist und erst in der Postproduktion in das Bild eingefügt wird, wurde lange eine Marke an die Stelle in der Szene gehalten, an der später Kopf und Augen des künstlichen Akteurs sein würden. InStuart Little (1999) wurde ein Verfahren angewandt, bei dem ein Laser mit der Kamera synchronisiert wurde, so dass er nur in den Verschlusszeiten der Blende ein Bild der künstlichen Augen auf eine Fläche zeichnete, die ungefähr den Ort anzeigte, an dem die Kunstfigur später sein sollte. 
 


Referenzen:

match cut


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: HB AS


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