Lexikon der Filmbegriffe

Trickblende

engl.: wipe

Trickblenden gehören zu den auffälligen Techniken des Bildwechsels. Zu ihnen rechnen Klapp-Blende, Jalousie-Blenden, Rauch-Blenden, Zerreiß-Blenden, Unschärfe-Blenden, Fett-Blenden, Kasten- oder Irisblenden (oft: Cash-Blenden) und ähnliches mehr. Diese Liste ist heute zu ergänzen um Techniken, die mit der elektronischen Bildbearbeitung möglich geworden sind (Rotationen von Bildern, Bewegungen von Bildern im Bildraum des Fernsehens etc.).
Trickblenden waren vor allem im Kino der 1930er und frühen 1940er Jahre gebräuchlich. Thornton Freelands Musical Flying Down to Rio (1933) ist bekannt für seine zahlreichen verschiedenen Trickblenden. Wenn heute eine größere Anzahl von Schiebeblenden in einem Film auftauchen (wie in Jonathan Demmes Caged Heat, 1974, oder in Wes Cravens The Swamp Thing, 1981), wirkt der Film einerseits einer älteren Stilistik verhaftet, andererseits macht sich ein komisch-distanzierender Effekt bemerkbar. Trickblenden finden sich heute vor allem in den visuellen Exzess-Formen des Fernsehens wieder (wie in der Serie The Munsters, 1964-1966).

Referenzen:

Irisblende

Jalousieblende

Klappblende

ripple dissolve

Schiebeblende

Vorhangblende


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: HJW


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