Lexikon der Filmbegriffe

Lavendel

engl.: lavender print, frz.: marron

Lavendel
bezeichnet in der Sprache der Archive und Kopierwerke ein Schwarzweiß-Dup(likat)-Positiv. Es dient zum Ziehen eines neuen Dup(likat-)Negativs. Daher besitzt es ein feines Korn und weist geringe Kontrastwerte auf. Der Name hat sich erhalten, obwohl sein Ursprung weggefallen ist: Der Begriff Lavendel ergab sich aus dem lavendelfarbenen (d.h. hellblauen) Schichtträger des Schwarzweißfilms. Die Franzosen benutzten statt lavande oder bleu lieber marron, was auf eine bräunliche bzw. rot-bräunliche Färbung der Filmunterlage hinweist, die ebenfalls gebräuchlich war. Die Einfärbung der Schicht verhinderte, dass das Trägermaterial selbst Licht reflektierte und so unerwünschtes Licht die Emulsion traf. Absorbierte vorher die Einfärbung die Strahlen, verhindert heute eine Lichthof-Schutzschicht mögliche Reflexionen.

Referenzen:

Dup-Negativ

Positiv / Positivfilm


Artikel zuletzt geändert am 24.01.2012


Verfasser: SL


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