Lexikon der Filmbegriffe

Coogan-Gesetz

engl.: Coogan Law; manchmal auch: Coogan Act (= Child Actors Bill)

Der erste wirkliche Kinderstar wurde der siebenjährige Jackie Coogan in Chaplins The Kid (1921). Als seine Karriere nur sechs Jahre später abrupt endete, musste er seine Mutter und seinen Stiefvater 1938 verklagen, um wenigstens die Reste seines Vermögens zu retten – er hatte bis dahin schätzungsweise 4 Millionen US-$ verdient. Das erste Urteil besagte, dass Coogan als Kind kein Verfügungsrecht über das Einkommen hätte, das er damals verdient habe. Es gab großen öffentlichen Protest gegen das Urteil. Der Prozess führte schließlich zum sogenannten Coogan-Gesetz: Das Einkommen des Kindes bleibt danach Eigentum des Kindes. Mindestens 15% vom Brutto-Einkommen, resultierend aus der beruflichen Tätigkeit in Sport-, Medien- und Unterhaltungsindustrie, werden einem Treuhandkonto zugunsten des Minderjährigen gutgeschrieben und bis zu seiner Volljährigkeit verwaltet. Der oder die Personen, die für das Geld des Kindes verantwortlich sind, haben dieses mit entsprechender Sorgfalt zu behandeln (Fassung v. 1.1.2004). Das Gesetz wurde mehrfach revidiert, am 1.1.2004 zum letzten Mal, ist aber bis heute in Kraft.


Artikel zuletzt geändert am 03.08.2011


Verfasser: HHM


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