Lexikon der Filmbegriffe

Expo-Film

engl.: expo movie, Kurzform von: exhibition film; dt. etwa: Ausstellungsfilm

Expo Movies sind eine kleine Gruppe von Filmen, die für Weltausstellungen oder große Messen produziert werden und dort vor einem besonderen Publikum in eigenen Kinos vorgeführt werden. Die ersten Expo-Filme wurden auf der Pariser Weltausstellung von 1900 präsentiert (zusammen mit dem Multiprojektionssystem Cinéorama). Expo-Filme dienen nicht dazu, ökonomischen Erfolg einzubringen, sondern demonstrieren technische Entwicklungsmöglichkeiten des Films und des Kinos (wie der 3-D-Film Motor Rhythm, 1939, den die Chrysler Automobile Company für die New Yorker Weltausstellung produzierte) ebenso wie der Entwicklungspotentiale von Techniken wie Raumfahrt, Nanotechnik etc. Manche gehen in Installationen ein (wie den finnischen Ruheraum auf der Weltausstellung in Hannover, 2000, oder die Clean Coal Technology-Installation, die die RAG auf der gleichen Ausstellung präsentierte). Ein bekanntes neueres Beispiel für Expo-Filme ist Captain EO (1986) von Francis Ford Coppola mit Michael Jackson, der in einem eigenen Pavillon in Disney World (Orlando, Florida) gespielt wurde. 


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: HHM


Zurück