Lexikon der Filmbegriffe

Protokollfilm

engl.: Record Film

Protokollfilme dienen dazu, ein Geschehen in der Realität möglichst vollständig aufzuzeichnen, um es kontrollierbar zu machen, um es zu Studienzwecken mehrfach ansehen zu können etc. Protokollfilme erfahren keinen ästhetischen Eingriff, sie unterliegen keiner ästhetischen Intention, die Perspektive liegt in der Regel fest und ist darauf abgestimmt, das Geschehensfeld möglichst vollständig optimal zu erfassen. Derartige Filme entstehen in verschiedensten Kontexten – als Filme aus Überwachungskameras, als Verhaltens-Aufzeichnungen, die später wissenschaftlich untersucht werden (z.B. in der Forschung zur nichtverbalen Kommunikation, in der die Video- oder Filmaufzeichnung eine Art von „Notation“ ist), oder im Sport, wenn es darum geht, aus der Aufzeichnung heraus an der Verbesserung von Bewegungsabläufen zu arbeiten.

Referenzen:

Protokoll


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: HHM


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