Lexikon der Filmbegriffe

Performing Arts

dt. etwa: „Aufführungskünste“; wörtlich: die aufführenden Künste; frz.: arts du spectacle

Die Gruppe der Performing Arts umfasst neben den Kernbereichen Theater, Film, Musik und Tanz eine große Vielzahl der Formen der Unterhaltungskünste: Oper und andere Formen des Musiktheaters, Varieté- und Kleinkunst, Show- und Zirkusveranstaltungen, Straßenkünste (wie z.B. Straßenkapellen; gelegentlich marching arts genannt) und anderes mehr. Performing Arts sind an Akteure gebunden, an Schauspieler, Komödianten, Musiker, Sänger, Tänzer und Akrobaten. Den performierenden Künsten sind die plastischen Künste entgegengestellt. In jenen geht es um die Bearbeitung von Materialien, und in aller Regel wird nicht die Bearbeitung öffentlich zelebriert, sondern ausschließlich das Objekt. Dagegen ist in den performierenden Künsten ganz der Körper des Akteurs das Medium, das zur Hervorbringung der Werke unabdingbar ist. Aus der Bindung an das Performieren ergibt sich die Tatsache, dass die Performing Arts Zeitkünste sind.
Im Film finden sich eine ganze Reihe von Beispielen, in denen Werke der Bildenden Kunst in das Handeln von Künstlern übersetzt wird, so den Kontrast zwischen performierenden und plastischen Künsten vermittelnd (man denke an Clouzots Picasso-Porträt Le Mystère Picasso, 1956, oder an Scorseses Maler-Episode in dem Omnibusfilm New York Stories, 1989).

Referenzen:

Darsteller I

Darsteller II


Artikel zuletzt geändert am 08.02.2012


Verfasser: JH


Zurück