Lexikon der Filmbegriffe

Auflösung

(1) engl.: breakdown; frz.: découpage

Die „Auflösung einer filmischen Szene“ bezeichnet die Entscheidung darüber, in welchen Kameraeinstellungen, -distanzen und -bewegungen die Szene dargestellt werden soll. Drehbuch, Inszenierung und Auflösung beziehen sich aufeinander und bilden im Idealfall eine Einheit. Auflösen hat zwei relevante Implikationen: Zum einen basiert darauf der Drehplan, der festlegt, welche Akteure wann am Drehort zu sein haben, in welcher Reihenfolge Außen- und Innenaufnahmen gemacht werden etc. Zum anderen deutet die Tätigkeit des Auflösens darauf hin, dass der filmischen Darstellung von Szenen ein analytisches Prinzip innewohnt, das den Verlauf der Szene nach relevanten Teileinheiten gliedert – und darüber befinde, welche Handlungen zentral sind, welche Elemente der Szene durch Veränderung der Einstellungsgrößen akzentuiert werden, wie und welche Figuren visuell zu Gruppen zusammengefasst werden etc. Fast alle Sequenz-Muster des Films (Blickmontage, Schuss-Gegenschuss, 180-Grad-Regel etc.) werden in der Auflösung benutzt. Oft dient ein Storyboard dazu, szenische Auflösungen vorzunehmen, ohne dass man dazu an den Set gehen müsste. 
 

Referenzen:

analytische Montage

Auflösung: Bildqualität

Auflösungsvermögen

dénouement

deus ex machina

silver bullet

tag


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: HJW


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