Lexikon der Filmbegriffe

mindfuck movies

Bei einigen US-Kritikern und bei Filmfans gebräuchlicher Begriff, der sowohl absichtlich zurückgehaltene Informationen, unklare bzw. versteckte Identitäten wie auch andere Täuschungen und Irreführungen des Publikums bezeichnet. Mindfucks gibt es zwar schon lange, im Hollywood-Kino der letzten Jahre ist jedoch der Erfolg von Filmen wie The Sixth Sense (USA 1999, M. Night Shyamalan), Fight Club (USA 1999, David Fincher), Memento (USA 2000, Christopher Nolan), Mulholland Drive (USA 2001, David Lynch) oder Donnie Darko (USA 2001, Richard Kelly) für die Verbreitung des Begriffs verantwortlich. Die Produktion dieser Filme fällt nicht zufällig in die Zeit rund um den Milleniumswechsel. Offensichtlich gibt (oder gab) es zu diesen Zeitpunkt ein verstärktes Bedürfnis, verunsichert und verwirrt zu werden. Eine derartige Verunsicherung des Publikums ist ökonomisch jedoch riskant. Von den genannten Filmen war ausschließlich The Sixth Sense erfolgreich.

Literatur: Eig, Jonathan: A beautiful mind(fuck): Hollywood structures of identity. In: Jump Cut: A Review of Contemporary Media, 46, 2003. ULR: http://www.ejumpcut.org/archive/jc46.2003/eig.mindfilms/index.html.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: CT


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