Lexikon der Filmbegriffe

Budget

von engl.: budget = Vorrat, Haushaltsplan, verfügbare Mittel

Man spricht von „Budget“ oder „Budgetierung“, wenn für ein Projekt ein vorher festgelegter Finanzrahmen nicht überschritten werden darf. Dazu wird ein „Kapitalfinanzbedarf“ (engl.: capital budgeting) festgelegt und eine Deckung hergestellt. Budgetkosten sind Planungskosten, setzen also einen Finanzrahmen für ein Projekt; werden Budgets nicht nur ausgeschöpft, sondern überschritten, entsteht zusätzlicher Finanzierungsbedarf. Idealerweise stimmt das Budget mit den tatsächlichen Kosten eines Films überein. Ist das Budget verhältnismäßig niedrig, spricht man von einer „Low-Budget-Produktion“, ist es sehr gering, von einem „No-Budget-Film“. Dabei sind die Kosten sehr relativ zu verstehen – eine europäische Standard-Produktion firmiert in den USA als „Low Budget“.
Eine nennenswerte Verminderung der Kosten erreicht man durch „Rückstellungen“ – das sind Kosten wie z.B. Gagen, die aber nicht ausgezahlt werden, sondern bis zur Erreichung eines gewissen Umsatzes nicht geltend gemacht werden und darum auch nicht ausgezahlt werden müssen; insbesondere Personalkosten gehen so als verdeckte Subventionierungen von Filmprojekten in deren Kalkulation ein.

Referenzen:

cinéma copain


Artikel zuletzt geändert am 28.07.2011


Verfasser: HHM


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