Lexikon der Filmbegriffe

Windmaschine

engl.: wind machine

Wenn es beim Drehen eines Films darum geht, Sturm- und Unwettereffekte lebensecht zu simulieren, werden Windmaschinen zur Erzeugung künstlichen Windes eingesetzt. In der Anfangszeit des Films wurden dafür benzinbetriebene Curtiss-Wright-Flugzeugmotoren und -rotoren verwendet, und bis heute wird immer wieder auch einmal ein Hubschrauber zur Winderzeugung eingesetzt. Heute hat man dafür aber meist fahrbare Ventilatoren, die Windgeschwindigkeiten von mehr als 50km/h erzeugen können. In Ton-Ateliers wird das Wind- und Motorengeräusch oft dadurch vermindert, dass man die Luft der abseits in einer Box stehenden Maschine durch Segeltuchkanäle in die Dekoration leitet. Je nach Größe und Einsatzart werden mehrere Typen von Windmaschinen eingesetzt:


– Kleinstwindmaschinen, deren Propeller einen schwach gerichteten Windstrom erzeugen;
– Ringlüfter mit mittelschwachem, flächendeckendem Luftstrom;
– Tubuswindmaschinen mit starkem gerichtetem Windstrom und einem Windaustrittsdurchmesser von 840mm;
– Propellerwindmaschine, die einen starken, aber flächendeckenden Wind erzeugen;
– Förderstromgebläse mit sehr starkem gerichteten Wind.


Artikel zuletzt geändert am 18.07.2011


Verfasser: RGI


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