Lexikon der Filmbegriffe

Bell & Howell

Bell & Howell wurde 1907 von dem Theater-Projektionisten Donald H. Bell und dem Kamera-Mechaniker und -Erfinder Albert S. Howell in Chicago mit einem Grundkapital von 5.000 US-$ gegründet. Bell wurde 1921 von Joe Hector McNabb ausbezahlt, der der neue Chef der Firma wurde; Howell starb 1940. 1925 hatte die Firma 500 Angestellte, setzte 1 Million US-$ um. Kameras und Optiken für das Militär ließen die Firma auf 2.000 Mitarbeiter im Weltkrieg anschwellen. Nach dem Krieg investierte man intensiv in die Mikro-Fotografie, die 50-Millionen-Umsatzgrenze wurde 1957 überschritten. Zur Firma gehört bis heute der Mikrofilm-Verlag University Microfilms, Inc. 1966 übernahm B&H das DeVry Technical Institute (das 1987 wieder verkauft wurde). Der Kamerabau wurde in den 1970ern ausgegliedert und verkauft. Der ProQuest Information Service wurde in den 1980ern gegründet und zeigte das zunehmende Engagement der Firma in der Informationsindustrie an. Zwar verschwand der Name 1988 nach einem Buyout der Firma, kehrte aber 1995 als ein ganzer Kranz von Firmen wieder in die Öffentlichkeit zurück. Als der Umsatz sich der Milliardengrenze näherte, gliederte sich die Firma 2001 auf – ProQuest wurde selbständig, und Bell & Howell fusionierte mit Böwe Systec Inc. zu der neuen Firma Böwe Bell & Howell, die in Lincolnwood, Illinois beheimatet ist und Informations- und Computertechnologien herstellt.

Literatur: Roberts, Laurence J. SMPTE historical paper: cameras and systems: a history of contributions from the Bell & Howell Co. In: SMPTE Journal 91, Oct.-Nov. 1982, S. 934-946.

Referenzen:

Bell & Howell: Kameras


Artikel zuletzt geändert am 28.07.2011


Verfasser: HHM


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