Lexikon der Filmbegriffe

Dramaturg

Die Tätigkeitsbezeichnung des Dramaturgen bezieht sich auf das griechische dramaturgein, was „ein Drama verfassen“ heißt. Noch heute findet sich die Bezeichnung als allgemeine Bezeichnung für den Dramatiker (im Französischen ist der dramaturge z.B. der Stückeschreiber selbst). Im Deutschen bezeichnet Dramaturg seit dem 18. Jahrhundert einen künstlerischen Beraters des Dramatikers, dessen Aufgabe die Lektüre der eingereichten Stücke, der Entwurf des Spielplans, zuweilen auch die Übersetzung und Bearbeitung von Stücken sowie die Zusammenarbeit mit dem Regisseur ist. Der Dramaturg ist meist auch zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Theaters (die Planung und Realisierung von Programmheften und Plakaten, die Organisation von Matineen, die Pflege von Pressekontakten etc.).
Im Film bezeichnet Dramaturg einen künstlerisch-literarischen Mitarbeiter oder Berater eines Studios oder einer Produktionsfirma, der eingereichte Manuskripte nach der Prüfung durch das Lektorat auf Eignung für die Verfilmung prüft. Er begleitet die Stoff- und Drehbucharbeit bis zum produktionsreifen Drehbuch. 

Literatur: Hausmann, W.: Der Dramaturgenberuf. Dramaturgenamt und Dramaturgenpersönlichkeit seit 1800. Diss. Köln 1954.


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: HJW


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