Lexikon der Filmbegriffe

made-for-mobile movie

auch nur: made-for-mobile

Nach dem Muster von „made-for-cable/home/TV“ gebildeter Neologismus des Englischen für Spielfilmmaterial, das über ein Mobiletelefon empfangen und auf dessen Bildschirm betrachtet werden kann. Trotz stetig sich erhöhender Speicherleistungen und verbesserter Bildschirme, die aus dem ursprünglichen Funktelefon ein tragbares Fernsehgerät machen, erfordert die verbleibende Beschränktheit des Bildschirmformats Anpassungen technischer wie auch dramaturgischer Art, die nicht jede beliebige Filmvorlage (z.B. solche mit zahlreichen starken Helligkeitskontrasten und vielen schnellen Schnitten) als geeignet zur Digitalisierung erscheinen lassen. Für einzeln versandte und berechnete Episoden von etwa 1min Länge, in die „made-for-mobile“-Filme zerlegt zu werden pflegen, scheint sich international die Bezeichnung „mobisode“ zu etablieren.
Seit Anfang des neuen Jahrtausends kann von ernsthaft vermarktbaren Produkten gesprochen werden. So startete im Januar 2005 die Firma Vodafone einen Versuch mit der 4. Staffel der TV-Serie 24 in der Form von 1-minütigen mobisodes. Inzwischen wurde der Bereich des Mobiltelephon-Films auch als künstlerisch anspruchsvolle Sonderform erkannt, die es gar zu einem von der Industrie unterstützten jährlichen Festival, dem World's Smallest Film Festival, gebracht hat.

Literatur: Howard, Courtney E.: Made for mobile. In: Computer Graphics World (1.10.2003); URL: http://cgw.pennnet.com.

Referenzen:

mobisode


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: LK


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