Lexikon der Filmbegriffe

Minimumgarantie

(1) In der Produktion von Filmen wird schon im Vorfeld ein Kinoverleihvertrag angestrebt, in dem der Produzent dem künftigen Verleiher des Films eine Reihe von Verwertungsrechten zugesteht. Als Anzahlung auf die später anstehenden Lizenzgebühren erhält er die sogenannte Minumgarantie, die für einen deutschen Film derzeit (2006) 50.000 bis 250.000 Euro oder sogar mehr betragen kann – abhängig vom erwarteten Erfolg des Films. Diese Beträge gehen in die presales des Films ein. Sie sind kein Darlehen, müssen also auch dann nicht zurückgezahlt werden, wenn der Film das erhoffte Einspielergebnis nicht erreicht. Zusätzliche Zahlungen erhält der Produzent aus dem Verleiheinspiel allerdings erst, wenn der Betrag der Minimumgarantie überschritten wird.

(2) Wenn ein Kinobetreiber einen Film bei einem Verleiher ordert, wird oft mit einem angenommenen minimalen Einspielergebnis gerechnet, dass der Kinobetreiber auf jeden Fall an den Verleiher zu zahlen hat. Die Preise schwanken sehr; so werden nichtgewerblichen Kinos oft höhere Minimumgarantien für eine Tagesauswertung angeboten als kommerziellen Kinos für eine Wochennutzung.


Artikel zuletzt geändert am 31.07.2011


Verfasser: HHM AS


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