Lexikon der Filmbegriffe

Dramaturgie

Dramaturgie ist die Wissenschaft von der Kunst des Dramas und des Theaters, die aus der Lehre von seinem Wesen die inneren Gesetze und Aufbaumittel im Hinblick auf ihre Bühnenwirksamkeit deduktiv oder induktiv ableitet. Zum ersten fasst man unter Dramaturgie im Deutschen heute eine rezeptionsästhetische Disziplin, die sich um Wirkungsgesetze, Regeln der dramatischen Effekte, die Bedeutung der Identifikation des Zuschauers mit den Figuren und dergleichen mehr kümmert, und eine zum anderen morphologische Richtung, die sich mit den Bauformen des Dramas auseinandersetzt. Es gibt noch eine dritte praktisch-szenische Dramaturgie, die sich mit der Bühnenaufführung eines Dramas beschäftigt und die Tätigkeitsfelder von Dramaturg und Regisseur zusammenfasst. Dramaturgie wird so oft als Handwerkslehre für die Dichtung von Theaterstücken angesehen, dann sind die drei Aspekte miteinander vermittelt.
Manchmal werden vier Abteilungen oder Unterarten der Dramaturgie unterschieden: (1) Textual dramaturgy – bezogen auf die eingebetteten Codes und Konventionen eines Textes; (2) performance dramaturgy – bezogen auf die interpretativen Aspekte der Mise-en-scène; (3) production dramaturgy – bezogen auf die Elemente der theatralischen Inszenierung wie Architektur, Licht, Sitzordnungen usw.; (4) reception dramaturgy – bezogen auf die Interpretation und das Verstehen während einer Vorführung.
 

Referenzen:

Anagnorisis

ausklingender / einstimmender Akkord

Bedeutungsfazit

coup de foudre

crisis

erregendes Moment

Fallhöhe

Figurenrede

Hamartia

hohes Paar / tiefes Paar

Höhepunkt

Katalysator

Katharsis

Katastrophe

Komplikation

Krise / Krisis / crisis

last-minute-rescue

last minute turnaround

Parteienkonflikt

Peripetie

plot hole

plot twist

Pyramidenschema

split focus

Ständeklausel

Szene

Theatercoup

Vertrautenrede

Wiedererkennung


Artikel zuletzt geändert am 15.06.2016


Verfasser: HJW


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