Lexikon der Filmbegriffe

Trick

auch: Filmtricks; heute meist: Special Effects

Immer dann, wenn das fertige Bild des Films etwas zeigt, was so nicht vor der Kamera gewesen ist oder was sich durch die Aufnahme wesenhaft verändert, spricht man von „Tricks“. Man unterscheidet vier verschiedene Formen:


(1) Die zumeist schon sehr früh entwickelten analogen optischen Tricktechniken umfassen zum einen spezielle fotografische Verfahren (also solche, die mit und in der Kamera gemacht werden) wie Stop Motion (auf der die klassische 2D- und 3D-Animation beruht), Zeitraffer, Zeitlupe (slow motion), matte shot und Split Screen (Kombination zweier oder mehrerer getrennt aufgenommener Sequenzen in einem Synchronbild);
(2) zum anderen werden darunter spezielle Manipulationen mit Elementen vor der Kamera (wobei diese normal filmt) wie Modelltrickaufnahme, glass shot, matte painting und Schüfftan-Verfahren (mirror shot) verstanden.
(3) Schließlich gibt es solche Verfahren, die auf speziellen Entwicklungs- und/oder Kopiertechniken beruhen (Manipulation des fotomechanischen Prozesses, präparierte Kopiermaschine, optische Bank) wie der Williams-Shot und Wandermaske (travelling matte).
(4) Im Computerzeitalter und mit dem so genannten digital compositing bzw. der Computeranimation übernimmt der Rechner immer mehr das Handwerk der klassischen Tricktechnologien.

Referenzen:

Filmtricks


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: UK


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