Lexikon der Filmbegriffe

Koaxialkabel

auch kurz: Koax-Kabel; = Breitbandkabel; engl.: coaxial cable

Koaxialkabel bestehen aus einem Innenleiter (auch Seele genannt), der von einem durch eine Isolierschicht getrennten Außenleiter umgeben ist. Sie wurden in den 1930er Jahren als Spezialkabel zur Übertragung von Fernsehen und zur Mehrfachausnutzung von Leitungskabeln entwickelt. Es wird bis heute als Telefonleitung verwendet, aber auch zur Verbreitung von Fernsehsignalen in Kabelnetzen. Ein erstes von Siemens entwickeltes Styroflex-Breitband-Koaxialkabel wurde mit einer Länge von 11,5km 1934 in Berlin verbaut; es konnte 200 Ferngespräche und einen Fernsehkanal parallel übertragen. Eine erstes Langstrecken-Kabel wurde 1935 von Berlin über Halle und Leipzig nach München verlegt, mit einem Abzweig zum Harzer Brocken, auf dem ein zweiter Fernsehversuchssender installiert worden war. Die ersten Koaxial-Seekabel entstanden ab 1950, das erste Transatlantikkabel verband 1956 Schottland und Neufundland. 

Normung: Internationale elektrotechnische Kommission (IEC): 61196-1; Europäische Norm (EN) 50117; Mil-Norm MIL-C-17F.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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