Lexikon der Filmbegriffe

MPEG

Das Akronym oder Kürzel MPEG steht für englisch „Moving Picture Experts Group“, eine seit 1988 regelmäßig tagende Arbeitsgruppe von Normierungsexperten, die von der International Organization for Standardization (ISO) und der International Electrotechnical Commission (IEC) eingesetzt ist, um international verbindliche Standards für die Aufzeichnung, Verdichtung, Übertragung, Verarbeitung und Wiedergabe von Multimedia-Daten festzulegen. Kompression, d.h. die Verdichtung von Daten, war und ist für die massenhafte Übertragung von i.d.R. umfangreichen Video-plus-Audio-Dateien in modernen Computernetzen wie dem Internet unverzichtbar, da ansonsten die Funktionalität solcher Netze – trotz der modernen Breitbandtechnik – bis zu ihrem Zusammenbruch überstrapaziert werden würde. Ausgehend von dem grundlegenden Standard MPEG-1 für die Kompression von Audio- und Videodaten – weithin bekannt ist das Kompressionsformat MP3 für Musik – ist man heute bei der Beschreibung des Standards MPEG-21 angelangt und bereitet MPEG-A („Multimedia Application Format“), MPEG-B („Systems Specific Standards“), MPEG-C („Video Specific Standards“, MPEG-D („Audio Specific Standards“) und MPEG-E („Multimedia Middleware“ für Download und Ausführung von Multimedia-Anwendungen)vor.
Den meisten Computernutzern dürfte das Kürzel MPEG überwiegend als Bestandteil von Dateinamen begegnen (etwa XYZ.MPEG bzw. XYZ.MPG), in denen es ein definiertes und standardisiertes Kompressionsformat für die Übertragung von Multimedia-Dateien bezeichnet, wie es von Dienstprogrammen wie Browsern und Videobetrachtern etc. gelesen und verarbeitet werden kann.

Materialien: „Moving Picture Experts Group“: URL: http://en.wikipedia.org/wiki/Moving%20Picture%20Experts%20Group. – „The MPEG Homepage“: URL: http://www.chiariglione.org/mpeg/.

Referenzen:

Codec


Artikel zuletzt geändert am 08.02.2012


Verfasser: LK


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