Lexikon der Filmbegriffe

Mandalay Pictures

Als der Manager Peter Guber 1995 Sony verließ, gründete er Mandalay Pictures als einen multimedial agierenden Unterhaltungskonzern, der gleichermaßen Kino-, Fernseh-, Sport- und Neue-Medien-Märkte bedienen sollte. Ein Vertrag, der Universal die Erstverwertungsrechte an Mandalay-Produktionen sicherte, eröffnete einen Zugang zu weltweit operierenden Verleihstrukturen. Mandalay rechnet bis heute zu den Indiependents. Ein erster großer Erfolg wurde I Know What You Did Last Summer (1997, Jim Gillespie), der allein in den USA 100 Millionen US-$ (weltweit über 200 Millionen US-$) einspielte – ähnlich wie Donnie Brasco (1997, Mike Newell, im Verleih der Columbia Pictures); noch im gleichen Jahr brachte es Seven Years in Tibet (1997, Jean-Jacques Annaud; im Verleih der Paramount) in den USA auf über 150 Millionen US-$. Wild Things (1998, John McNaughton), Sleepy Hollow (1999, Tim Burton), The Score (2001, Frank Oz), Enemy at the Gates (2001, Jean-Jacques Annaud) und Serving Sara (2002, Reginald Hudlin) wurden weitere Erfolgsfilme, deren Einspiel oft die 100-Millionen-Grenze weit überstieg.
1996 wurde die Fernsehabteilung gegründet, die eine ganze Reihe von handwerklich und künstlerisch angesehenen TV-Movies und Mehrteilern für alle größeren US-Networks produzierte. Darunter waren Intensity (Vierteiler, 1997, Yves Simoneau), Get to the Heart: The Barbara Mandrell Story (1997, Jerry London) und das Cassius-Clay-Boxerdrama King of the World (2000, John Sacret Young). Seit 1998 produziert die Abteilung zudem Serien. Mandalay Television fusionierte 2004 mit der Mosaic Media Group und firmiert seitdem als eigenständige Firma Mandalay Mosaic Television Group.

Weitere Informationen: http://www.mandalay.com/.


Artikel zuletzt geändert am 07.02.2012


Verfasser: CA


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