Lexikon der Filmbegriffe

Filmformate: 17,5mm -Pathé

Erst Pathés 17,5mm-Film, der 1926 vorgestellt wurde, hatte einen erkennbaren Markterfolg. Pathé hatte den Projektor Pathé Rural für den Einsatz in ländlichen Gegenden entwickelt, wo es keine ortsfesten Kinos gab. Man versuchte, das Bildfeld so groß wie möglich zu machen, indem man die Perforationsstreifen so weit reduzierte, wie es irgend ging. Der Pathé-Rex-Projektor der britischen Tochtergesellschaft Pathescope folgte dem Rural 1932. Gleichzeitig baute Pathé international eine Bibliothek populärer zeitgenössischer Filme im 17,5mm-Format auf. Ähnlich wie beim 16mm-Format brachte man 1932 eine Tonspur auf dem Bildstreifen unter, indem man eine der beiden Perforations-Spuren opferte. In Frankreich genoß das Format in den 30er Jahren große Popularität (4823 Kinos benutzten es); im Ausland spielte es aber keine große Rolle; in England verschwand es z.B. mit dem Kriegseintritt 1939. Und auch in Frankreich starb es während der Besatzungszeit aus, weil die Deutschen keine Aufführungsgenehmigungen außerhalb der 35mm-Norm gaben.



Verfasser: JH


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