Lexikon der Filmbegriffe

Rialto Film

Rialto Film wurde 1897 von Constantin Philipsen in Kopenhagen gegründet. Dessen Sohn Preben Philipsen gründet 1950 mit Waldfried Barthel die nach dem Vater benannte Filmverleihfirma Constantin-Film und fasst damit auf dem deutschen Filmmarkt Fuß. Rialto produzierte 1959 Der Frosch mit der Maske und sicherte sich nach dem großen Erfolg die Rechte für alle Edgar-Wallace-Stoffe. Philipsen und der deutsche Filmkaufmann Franz Sulley gründeten am 18.8.1960 in Frankfurt die Rialto Film Filmproduktion und Filmvertrieb GmbH. Horst Wendtlandt wurde Produktionschef (am 1.11.1960), nach dem Ausscheiden Sulleys Geschäftsführer (1961); die Firma siedelte nach Hamburg um (1960), fand 1962 schließlich in Berlin unter dem Namen Rialto Film Preben Philipsen GmbH & Co. KG den endgültigen Firmensitz. Die Kooperation mit Constantin blieb stabil, neben den insgesamt 32 Edgar-Wallace-Filmen entstanden ab 1962 auch 9 Karl-May-Filme, eine ganze Reihe anderer Unterhaltungsfilme und einige ambitioniertere Projekte (darunter Das Schlangenei, 1975; Une Histoire simple, 1977; Die Sehnsucht der Veronika Voss, 1981/82). Ab 1972 trat neben den Constantin-Verleih der ebenfalls von Preben Philipsen gegründete Tobis-Verleih. Otto – der Film wurde der erfolgreichste deutsche Film der 1980er. Philipsen zog sich 1976 aus der Firma zurück, Horst Wendtland avanciert zum alleinigen Geschäftsführer der Rialto. Die Firma blieb im Geschäft (u.a. durch internationale Koproduktionen wie die Bud-Spencer-und-Terence-Hill-Filme). 1992 trat neben Wendtlands Sohn Matthias auch seine Tochter Susan Wendlandt-Nielebock in die Firma ein; nach dem Tode seines Vaters führte Matthias seit dem 30.8.2002 die Firma weiter.

Weitere Informationen: http://www.rialtofilm.de/.


Artikel zuletzt geändert am 07.02.2012


Verfasser: AS


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