Lexikon der Filmbegriffe

Kamerakopf

(1) Als „Kamerakopf“ bezeichnet man den eigentlichen Kamerateil eines Gerätes ohne Optiken und – bei Video – ohne Aufzeichnungsmedien. Erst mit einem Objektiv, der Stromversorgung, einem Rekorderteil oder – bei Studiokameras – einem Kabel, mit dem das Signal weitergegeben wird, sowie mit einem Stativ (als Handgriff, Schulter-, Stand- oder Fahrstativ wie bei großen Studiokameras) kann die Kamera tatsächlich Bilder aufzeichnen. Früher galt die Regel, dass die Aufzeichnungsqualität einer Kamera umso besser wurde, je größer der Kamerakopf war, der auch sehr große Objektive aufnehmen kann. Insbesondere in Folge der verbesserten Qualität der Optiken ist diese Koppelung von Größe und Qualität heute nicht mehr gültig.
Die meisten Kamerarekorder vereinen heute die Kamera und die Aufzeichnung in einem Gehäuse. Es gibt aber auch „trennbare Rekorder“, bei denen ein Kamerakopf mit Rekordern verschiedener elektronischer Formate kombiniert werden kann.

(2) engl.: camera head

Gelegentlich wird auch der Stativkopf als „Kamerakopf“ bezeichnet.


Artikel zuletzt geändert am 31.07.2011


Verfasser: JH HHM


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