Lexikon der Filmbegriffe

Lions Gate Films

Lions Gate trägt seinen Namen nach einem Wahrzeichen von Vancouver. Die Firma wurde 1976 von Robert Altman gegründet. Mit Firmensitz in Vancouver ist die Firma der im Moment erfolgreichste Filmverleih und -produzent Nordamerikas. Eine Bibliothek von annähernd 8.000 Langfilmen sorgt außerdem dafür, dass die Macht der Firma am Markt erheblich ist. Zu den ersten Filmen der Firma gehörten Altmans Three Women (1977) und A Wedding (1979). Altman verkaufte Lions Gate 1981 an den Manager Jonathan Taplin, der schon 1979 die Leitung übernommen hatte. Den Durchbruch erreichte die Firma, als 1997 der Bankier Frank Giustra, in der Hoffnung, Filmindustrie in Vancouver zu bündeln, die Firma mit Geld ausstattete, die daraufhin mehrere kleine Studios kaufte. Nach Affliction (1997) und Gods and Monsters (1998) war American Psycho (2000) der erste große Erfolg, eine Produktion, die für amerikanische Produktionsverhältnisse zu kontrovers war. Zum größten Erfolg der Firma wurde Michael Moores Dokumentarfilm 9/11 (2004). Giustra verließ Lions Gate 2000, Jon Feltheimer und Tom Ortenberg übernahmen seine Aufgaben. Sie entschieden, den Hauptakzent der Firmentätigkeiten auf die Video- und DVD-Distribution zu setzen, was mit der gewaltigen Rechte-Bibliothek gut zusammenging. Artisan Entertainment wurde 2003 dem Konzern einverleibt. Output Deals mit StudioCanal, ITC/Carlton und Republic Pictures vermehrten den Bestand. Nur selten kam es zur Ko-Produktion mit großen Studios (wie in der stillen Beteiligung an dem 20th-Century-Fox-Film The Day After Tomorrow, 2004). Lions Gate Films gehört zu Lions Gate Entertainment.


Artikel zuletzt geändert am 29.07.2011


Verfasser: JH


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