Lexikon der Filmbegriffe

New York Film Festival (NYFF)

Das New York Film Festival ist 1963 unter den Auspizien der Film Society of Lincoln Center von Richard Roud und Amos Vogel gegründet worden und ist neben dem San Francisco International Film Festival (gegründet 1957) das älteste und renommierteste internationale Filmfestival der USA. Von Beginn an kooperierte das Festival mit den International Film Importers and Distributors of America, Inc. und der Motion Picture Association of America (MPAA). Der Filmkritiker Richard Roud war lange Leiter des Festivals, und es wurden immer wieder namhafte Historiker und Kritiker (wie Susan Sontag, Andrew Sarris oder Henri Langlois) in die Jurys eingeladen. Das Festival litt von Beginn an unter Finanzierungsproblemen, aber auch unter einer immer wieder neu aufflammenden Kritik der New Yorker Filmszene am Programm und seinen Schwerpunkten. Vor allem wurde die geringe Rolle, die amerikanische Produktionen darin spielen, beklagt. Allerdings gesellten sich unabhängige Produktionen wie A Woman Under the Influence (1974) zu den Produktionen des europäischen (Kunst-)Kinos. Regisseure wie Roman Polanski, Bo Widerberg, Marco Bellocchio und Hiroshi Teshigura wurden durch das Festival einem amerikanischen Publikum bekannt. Zu seinen besten Zeiten fanden mehr als 20% der ausländischen Filme, die eine US-Auswertung hatten, ihren Weg in die USA über das New Yorker Festival.

Informationen: http://www.filmlinc.com/nyff/nyff.htm.


Artikel zuletzt geändert am 06.02.2012


Verfasser: JH


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