Lexikon der Filmbegriffe

Bild-Ton-Abstand

engl.: advance

In einem Projektor werden das Bild und der zugehörige Ton an zwei verschiedenen Stellen für die Projektion aufbereitet. Bei Lichtton beträgt die Entfernung von der Mitte des Bildfensters bis zur Mitte der Tonabtaststelle nach internationaler Abmachung 20 Bilder, was 15Inch (annähernd 38cm) entspricht. Der Vorführer hat diesen Abstand beim Einlegen genau zu beachten. Hierzu enthalten Startbänder Startmarken für Bild und Ton, nach denen der Film in die Kinomaschine eingelegt wird.
Den Abstand zwischen Bildfenster und Tonlampe (bei Lichtton) resp. Tonkopf (bei Magnetton) gibt man in Millimetern oder nach der Zahl der Einzelbilder, die zwischen Bild und zugehörigem Tonteil der Tonspur liegen. Der Abstand beträgt

– bei 70mm-Magnetton 24 Bilder (Tonabtastung hinter Bildwiedergabe),
– bei 35mm-Lichtton 20 Bilder (Tonabtastung vor Bildwiedergabe),
– bei 35mm-Magnetton 28 Bilder (Tonabtastung hinter Bildwiedergabe),
– bei 16mm-Lichtton 26 Bilder (Tonabtastung vor Bildwiedergabe),
– bei 16mm-Magnetton 28 Bilder (Tonabtastung vor Bildwiedergabe),
– bei Super-8mm-Lichtton 22 Bilder (Tonabtastung vor Bildwiedergabe),
– bei Super-8mm-Magnetton 18 Bilder (Tonabtastung vor Bildwiedergabe).

Tonlampe und Magnettonkopf sind vor oder hinter dem Bildfenster montiert, um Projektoren für beide Tonverfahren rüsten zu können. In den Digitalformaten gelten bei 35mm-Film die folgenden Abstände:

– bei SRD-Ton ist das Tonsignal 26 Bilder vor dem Bild aufgebracht,
– bei SDDS-Ton ist das P-Signal (p=picture=Bild) auf der Höhe des Bildsegments,
– das S-Signal (s=soundtraxx=Tonspur) um 17,8 Bilder nachversetzt (Ton- nach Bildwiedergabe),
– bei DTS-Ton gehört der Ton unmittelbar dem Bild zu.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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