Lexikon der Filmbegriffe

Hintergrundgeräusch

engl.: background noise, ambient noise

(1) Als Hintergrundgeräusch werden Töne bezeichnet, die dem Soundtrack zugemischt werden, um besondere Orte oder Atmosphären zu kennzeichnen. Die Kontinuität des Hintergrundgeräusches kann z.B. dazu beitragen, verschiedene Bilder dem gleichen Handlungsraum zuzuordnen. Hintergrundgeräusche entstammen oft ganz entfernten Quellen. So wurde das Publikumsgeräusch in den Amphitheater-Szenen in Spartacus (1960) während der 1959er US-amerikanischen Football-Meisterschaft aufgenommen (während des Spiels der Mannschaften der University of Notre Dame und der Michigan State University). Manchmal werden – wie in Robert Altmans Thieves Like Us (USA 1974) – Radiosendungen als akustische Hintergründe verwendet, die wie eine permanente Begleitung Zeitzeugenschaft signalisieren.
(2) Irrtümlicherweise werden auch Störgeräusche (Wind, Laufgeräusche der Kamera und dergleichen mehr) manchmal als Hintergrundgeräusche bezeichnet.
(3) Manchmal werden Hintergrundgeräusche auf Tonbandaufnahmen, bei Telefonanrufen und ähnlichem dazu verwendet, den tatsächlichen Ort auszumachen – ein Motiv, das in einer ganzen Reihe von Krimis verwendet worden ist.

Referenzen:

Hintergrundmusik

Muzak


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH AS HJW


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