Lexikon der Filmbegriffe

Psychokinese

auch: Telekinese

Bezeichnung für die Fähigkeit, mittels geistiger (übernatürlicher) Kraft materielle Gegenstände zu bewegen, sie zu deformieren oder sie anderweitig zu beeinflussen. Zu den psychokinetischen Phänomenen gehören Teleportation, Dematerialisation und Rematerialisation, Levitation (Schweben von Menschen und Objekten), psychisches Heilen, Gedankengraphie, Astralexkursion und Erscheinungen Lebender. Die Psychokinese spielt besonders in der Fantasy sowie in gewissen phantastischen Varianten des Horrors eine Rolle. Insbesondere Brian de Palma hat sich der Psychokinese bedient – in Carrie (1976) und in The Fury (1978), in denen jeweils eine junge Frau sich mit psychokinetischen Fähigkeiten gegen andere zur Wehr setzen, die ihnen Schaden zugefügt haben. In beiden Fällen ist das Psychokinetische als Manifestation eines verzweifelten Willens lesbar, einer nach außen gekehrten Wut resp. eines Angst-Wut-Gemisches, als Mittel einer radikalen Subjektivisierung.


Artikel zuletzt geändert am 27.07.2011


Verfasser: JH


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