Lexikon der Filmbegriffe

Wagenradeffekt

engl.: wagon-wheel effect

Bei der Wahrnehmung von Filmen, die die Bewegung von Speichenrädern zeigen, stellt sich gelegentlich der Eindruck ein, dass die Räder stehenbleiben oder sich gar gegen die Laufrichtung – also verkehrt herum – drehen. Tatsächlich hängt dieser Effekt mit der Tatsache zusammen, dass „Film“ bedeutet, 24 einzelne Aufnahmen eines Vorgangs pro Sekunde zu projizieren, also eigentlich eine Folge von Einzel-Expositionen. Wahrnehmung, die die einzelnen Projektionen zu einem zusammenhängenden Wahrnehmungseindruck synthetisiert, basiert auf dem Abgleich der einzelnen Bilder. Nach dem Ökonomieprinzip wird ähnliches zusammengebracht – und wenn nun bei gewissen Geschwindigkeiten der tatsächlichen Objekt-Bewegung die Speichen der folgenden Aufnahme näher an ihrer Position im vorhergegangenen Bild stehen, wird eine falsch herum laufende Bewegung konstruiert – trotz des Wissens, dass dieser Bewegungseindruck unsinnig ist.

Referenzen:

Bewegungsartefakt


Artikel zuletzt geändert am 18.07.2011


Verfasser: JH


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