Lexikon der Filmbegriffe

favoring

dt. etwa: bevorzugen; engl. auch: favour

Wenn ein Schauspieler oder eine Schauspielerin angewiesen wird, deutlicher als ein anderer beteiligter Akteur in Bezug auf die Kamera zu agieren, „favorisiert“ die Inszenierung ihn oder sie. Ähnlich können kleine Gruppen in größeren Ensembles aus der Menge der Akteure herausgehoben werden. Das Favorisieren gehört zu den Strategien der Aufmerksamkeitslenkung, ist meist abgestimmt auf die soziale Konstellation der Rollen und hängt wesentlich mit der Steuerung der Sympathien für einzelne Akteure oder Akteursgruppen zusammen. Oft sind es gerade die Stars (oder die Hauptfiguren in Vielpersonenhandlungen oder -settings), die von Kamera und Inszenierung bevorzugt behandelt werden, das eigene Verhalten deutlicher ausstellen als andere, auf die Kamera zu agieren, mittels Schärfe und Kameradistanz eigens fokussiert werden, manchmal eigenes Licht bekommen.


Artikel zuletzt geändert am 01.08.2011


Verfasser: AS


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