Lexikon der Filmbegriffe

HipHop-Montage

Als HipHop-Montage bezeichnet man eine Teilgruppe des fast cutting. Diese Form wird meist dazu verwendet, eine komplexe Handlung durch eine sehr schnell geschnittene Folge von einfacheren Handlungen zu repräsentieren (durch den durchlaufenden Ton zusammengehalten). Die Bezeichnung stammt von Darren Aronofsky, der HipHop-MontagenPi(1998) und Requiem for a Dream(2000) dazu verwendete, Drogenerfahrungen zu visualisieren; seiner Behauptung nach, wird der Gebrauch von Samples im HipHop im wiederholenden Spiel mit filmischen Schnipseln nachgeahmt. Tatsächlich ist diese Montageform älter, findet sich schon in Filmen wie Bob Fosses All That Jazz(1979) und Paul Thomas AndersonsBoogie Nights(1997). Ausgiebigen Gebrauch machte Joseph Gordon-Levitt von der Form in Don Jon (2013) als ein Verfahren, die Gewohnheiten der Hauptfigur zu charakterisieren. Als Mittel der Erzeugung komischer Effekte gelten die Filme Edgar Wrights (wie etwa Shaun of the Dead, 2004). 


Artikel zuletzt geändert am 21.12.2018


Verfasser: AS


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