Lexikon der Filmbegriffe

Klammerteilauswertung

Das Recht, Ausschnitte aus einem Film (sogenannte „abgeklammerte Teile“) zu diversen Zwecken zu nutzen – zur Werbung in Trailern, Programmvorschauen im Fernsehen, zur Bewerbung von Video- und DVD-Ausgaben, aber auch innerhalb anderer Filme –, nennt sich „Recht der Klammerteilauswertung“ und wird in aller Regel in den Auswertungsverträgen zu Filmen explizit festgelegt. Umgekehrt gilt für einen Filmemacher, der Teile anderer Filme für seinen eigenen Film verwenden will, dass er sich um die Rechte zur Klammerteilauswertung dieses Films bemühen muss, ansonsten er in Konflikt mit Urheber- (von Drehbuchautoren, Regisseuren u.a.) und Leistungsschutzrechten (z.B. von Schauspielern, Filmherstellern usw.) Gerät. Nur in den wenigsten Ausnahmen besteht an einem Filmausschnitt kein Urheberrechtsschutz, so dass er ohne Abgeltung der Rechte oder Einholen der Genehmigung zur Verwendung von Filmausschnitten verwendet werden dürfte. 
 

Referenzen:

Klammerteil / Abklammern

Klammerteile: Funktionen


Artikel zuletzt geändert am 07.02.2012


Verfasser: HHM


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