Lexikon der Filmbegriffe

Parallelhandlung

engl.: parallel action

Als Parallelhandlung bezeichnet man entweder eine Handlung, die der eigentlichen Haupthandlung nebengeordnet ist, diese aber zu Zwecken der Spannungserzeugung unterbricht, Höhepunkte hinauszögert, die Haupthandlung kontrastiert (z.B. als komische Gegenhandlung) oder sich dieser zum Vergleich anbietet (wenn die gleiche Geschichte z.B. in anderem Milieu angesiedelt ist). Oder es handelt sich um eine zwei Handlungen in einem engeren Sinne (parallel action), die gleichzeitig ablaufen und zumeist als Alternationsmontage resp. Parallelmontage realisiert sind; Verfolgungsjagden gelten als Königsbeispiele der Parallelhandlung. In dieser zweiten Verwendung des Begriffes ist die Simultaneität des Geschehens grundlegend, wogegen Parallelhandlungen in ersterem Sinne durchaus auf verschiedenen Zeitstufen stehen können und so z.B. den Vergleich von Handlungen, Figuren, Handlungsoptionen usw. in verschiedenen historischen Umgebungen ermöglichen. Ein Beispiel für letzteres ist Stephen Daldrys The Hours (USA 2002), der das Schicksal ähnlicher Frauen auf drei Zeitstufen präsentiert.

Referenzen:

Abimisierung

mirroring


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: AS


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