Lexikon der Filmbegriffe

Audience Flow

Verfahren der quantitativen Zuschauer-Forschung. Die Wanderungsbewegungen von Zuschauern und Zuschauergruppen zwischen Programmen (=audience flow, oft nur kurz: flow) geben Aufschluss darüber, inwieweit es einem Sender gelungen ist, das Publikum an das eigene Programm zu binden. Audience-Flow-Forschung interessiert sich darum paradoxerweise eher für solche Publika, die in einer Sendung von der vorangegangenen Sendung „übernommen“ wurden, als für diejenigen, die sich neue Programmangebote in anderen Kanälen gesucht haben. Die Ergebnisse der Audience-Flow-Forschung sind für das Programmieren von Sendungsfolgen (in solchen Strategien wie sandwitching oder hammocking) aufschlussreich, liegt doch das Bestreben von Sendern insbesondere des privatwirtschaftlich organisierten Rundfunks darin, Publika an den Sender (und nicht primär an die Sendung) zu binden.

Literatur: Kuchenbuch, Katharina / Auer, Reiner: Audience Flow bei ZDF, ARD, RTL und Sat.1. Ein Instrument zur Unterstützung der Programmplanung. In: Media Perspektiven, 3, 2006, S. 154-170.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: CA


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