Lexikon der Filmbegriffe

Dinocittà

eigentlich: Stabilimenti Cinematografici Pontini; heute: Roma Studios

Ende der 1950er Jahre sah der italienische Produzent Dino de Laurentiis ein Entwicklungspotential des Films im Bereich der europäischen Koproduktionen. Um diese kommende Nachfrage nach Studiokapazitäten bedienen zu können, ließ er gleich neben den berühmten Cinecittà-Studios bei Rom sein eigenes Italo-Hollywood, die Dinocittà, errichten, seinerzeit das größte Filmstudio der Welt (u.a. mit einem 50 Hektar großen Außengelände). Hier entstanden vor allem historisch-monumentalische Filme wie Barabbas (Italien 1961, Richard Fleischer), Waterloo (Italien/UdSSR 1969, Sergej Bondartschuk) und John Hustons Mammutwerk La Bibbia (Italien 1966). De Laurentiis verkaufte das Studio 1973 an die italienische Regierung, als es bankrott war, und produzierte in den USA weiter. Dinocittà gilt als zweites Filmstudios Roms, auch wenn bis heute nicht ganz klar ist, wie es weitergeführt werden soll. Die Studios wurden 2001 für 30,5 Millionen US-$ von dem Industriellen Raimondo Pisa gekauft, der die Studios unter dem neuen Namen Roma Studios wieder vollständig nutzen will. 


Artikel zuletzt geändert am 04.08.2011


Verfasser: JH


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