Lexikon der Filmbegriffe

Chapter play (1)

Unter den Kino-Serien/-Serials unterscheidet man: (a) Serials als episodische, jeweils in sich abgeschlossene Folgen wie Fuzzy-Geschichten aus den 1910ern und 1920ern u.ä.; (b) chapter plays: Fortsetzungsgeschichten, die eine Geschichte über mehrere Folgen erzählen (wie Fantômas, 1913, Louis Feuillade, Flash Gordon, 1936, u.ä.). Action und Krimi waren lange die dominanten Genres, die wöchentlich ein neues Kapitel aus einer längeren Geschichte so erzählten, als gliederten Kapitel einen längeren Roman. Sie endeten in aller Regel mit einem cliffhanger, einer scheinbar ausweglosen Bedrohung des Helden. Chapter plays werden gemeinhin als Vorformen der Fernsehserien angesehen. Einige von ihnen waren Verfilmungen von Radioserien (wie Green Hornet, 1939). Einige Schauspieler wurden vor allem als Serienhelden von chapter plays bekannt; zu ihnen gehört Roy Barcroft, der in den Republic-Serien Manhunt of Mystery Island (1945), in der er den „Captain Mephisto“ spielte, The Purple Monster Strikes (1945), in der er ein Marsmensch war, der die Erde bedrohte, und G-Men Never Forget (1948), in der er eine Doppelrolle als Polizist und Gangster spielte und in der er sich am Ende „selbst“ erschoss.

Literatur: Cline, William C.: In the nick of time. Motion picture sound serials. Jefferson, N.C.: McFarland 1984. – Rainey, Buck: Serials and series. A world filmography, 1912-1956. Jefferson, N.C. [...]: McFarland 1999. – Stedman, Raymond William: The serials. Suspense and drama by installment. Oklahoma: University of Oklahoma Press 1971.

Referenzen:

Cliffhanger

hook

recap

serial

sérials


Artikel zuletzt geändert am 17.01.2012


Verfasser: CA


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