Lexikon der Filmbegriffe

hand props


auch: hand properties

Allgemeine Bezeichnung für kleine Objekte, die Akteure in der Hand halten können. Dramaturgisch interessant werden derartige Objekte erst, wenn sie in die Handlung eingebaut sind (etwa als Beweisstücke in der Hand von Toten), wenn sie symbolischen Wert haben (wie die Dienstabzeichen, die am Ende von High Noon, USA 1952, Fred Zinnemann, oder Dirty Harry, USA 1971, Don Siegel, fortgeworfen werden) oder wenn sie emotional aufgeladen sind (wie der Diamant „Das Herz der Welt“ in Titanic, USA 1996, James Cameron). Die Anekdote erzählt, dass ein Halsband, das der Juwelier „Joseff of Hollywood“ anfangs der 1950er geliefert hatte, in mehr als 125 Filmen der Dekade verwendet worden sei. Manchmal ist der Gemütszustand der Figuren an ihrem Umgang mit eigentlich peripheren Objekten ablesbar, die sie in der Hand halten – man denke nicht nur an die zahlreichen Fächer, mit denen weibliche Figuren das Gesicht abdecken oder den Blick kokett intensivieren können, sondern z.B. in The Caine Mutiny (USA 1954, Edward Dmytryk) an die Stahlkugeln in der Hand des Kapitäns, die schließlich seine psychische Labilität verraten. 



Artikel zuletzt geändert am 29.05.2012


Verfasser: AS


Zurück