Lexikon der Filmbegriffe

billing

von engl.: bill = Rechnung, als Verb: = durch Anschlag bekannt machen

Die Praxis des billing entstammt dem Theater und den Vaudeville-Bühnen: Die Größe, mit der der Name eines Stars in der Titelsequenz eines Films erscheint, ist ebenso Teil der Verträge mit ihnen wie die Reihenfolge, in der sie genannt werden. Im allgemeinen gilt, dass Namen im oberen Teil von Plakaten größere Bedeutung haben als solche im unteren Plakatfeld. Immer geht man davon aus, dass Namen, die in der Plakatwerbung links oben (also in der Laufrichtung der Schrift und des Lesens) angeordnet sind, höhere Aufmerksamkeit auf sich ziehen als alle anderen. Auch werden Namen, die in der Titelsequenz vor dem eigentlichen Titel des Films genannt werden, als höherwertig behandelt als diejenigen, die erst danach kommen. Der- oder diejenige, der/die als erste(r) im Titel genannt werden oder die als Hauptnamen in einer Filmwerbung vertreten werden, gelten als top billings; werden mehrere Namen gleichberechtigt behandelt, spricht man von equal billing. Es gibt Filme, an denen mehrere Stars mitgewirkt haben, für die unterschiedliche Werbematerialien hergestellt wurden, in denen mal der eine, mal der andere als top billing behandelt wurde (in diesen Fällen spricht man manchmal von diagonal billing).


Artikel zuletzt geändert am 28.07.2011


Verfasser: AS


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