Lexikon der Filmbegriffe

Pulp-Literatur

engl.: pulp fiction, pulp literature

Pulp
(=Brei) entstammt dem engl.: wood pulp (=billiges, sehr holzhaltiges Papier), die Bezeichnung enthält den Hinweis auf die ursprüngliche Verbreitungsweise: Pulp-Magazine, oft auch einfach nur Pulps genannt, waren meist wöchentlich erscheinende groschenheftartige Magazine. Die Geschichten der um die Wende des 19. Jahrhunderts entstandenen Pulps gehören verschiedenen populären Genres zu (v.a. Western, Kriegs-, Horror- und Kriminalgeschichten, heute dominant: Science-Fiction und Mystery). Sie waren im Amerika der 1930er bis 1950er äußerst populär. Pulp wird meist im Sinne von (billigem) „Schund“ verwendet. In den 1980ern erlebte das „Pulp-Prinzip“ – Figuren und Ereignisse in holzschnittartiger Knappheit, großer Drastik der Darstellung, Überzogenheit der Effekte usw. - eine Erneuerung, Prinzipien des Exploitation-Kinos wurden populär.

Literatur: Haining, Peter: The classic era of the American pulp magazines. Chicago, Ill.: Chicago Review Press 2000. – McCracken, Scott: Pulp. Reading popular fiction. Manchester [...]: Manchester University Press 1998. Repr. 2000. – Simpson, Paul / Bushell, Michaela / Roddis, Helen: The rough guide to cult fiction. London: Rough Guides 2005.

Referenzen:

Bikerfilme

Trivialfilm


Artikel zuletzt geändert am 08.02.2012


Verfasser: HHM


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