Lexikon der Filmbegriffe

Askania

Die Askania AG (Friedenau und Dessau) wurde 1921 durch die Fusion der Centralwerkstatt für Gasgeräte GmbH, Dessau, mit dem Carl-Bamberg-Werk, Friedenau, Berlin (Werkstätten für Präzisions-Mechanik und -Optik) gegründet. Die Firma stellte optische Geräte für den Einsatz in Geodäsie und Astronomie her. In den 1920ern und 1930ern gehörte die Produktion von Kameras dazu: 1923 wurde die 35mm-Kamera Askania Universal ausgeliefert, der Projektor Askanino kam 1926 dazu. Die Askania Z (1931) wurde nach dem Krieg (1956) mit Leitz-Optiken ausgerüstet und als „Askania Z Kamera Leitz“ ausgeliefert. Als Farb-Kamera wurde 1932 die Askania Bi-Pack präsentiert, die nach dem Muster von TechniColor zwei Farbauszüge aufzeichnete; die Kamera wurde durch die fast gleichzeitige Entwicklung des Farbfilms durch Agfa allerdings schnell bedeutungslos. Bekannt wurde die Firma vor allem durch die Askania Schulterkamera, die erste Schulterkamera der Welt, die 1935 vorgestellt wurde und die wegen ihres Gewichtes und ihrer Robustheit zur wichtigsten deutschen Kriegsberichterstatter-Kamera des Weltkrieges wurde. Als Hochgeschwindigkeitskamera, die bis zu 600 B/S aufnehmen konnte (bei 60m Filmmaterial fassenden Kassetten), zog noch die Askania AG 35 Aufmerksamkeit auf sich (ca. 1955). Der Projektor Askania AP X, XII (ca. 1960) war wohl das letzte kinotechnische Gerät der Firma, die 1969 den Betrieb einstellte. 


Artikel zuletzt geändert am 15.07.2011


Verfasser: JH


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