Lexikon der Filmbegriffe

simulcasting

Kontraktion von: simul[taneous broad]cast

Als simulcasting wird die gleichzeitige Übertragung von Fernseh- oder Radiosendungen über mehrere Sender oder Netze bezeichnet. Ein Beispiel ist die Übertragung von Präsidentenreden in den USA, die gleichzeitig über die großen TV-Networks (ABC, CBS, NBC), eine Reihe von Kabelnetzen (wie CNN und CNBC) und eine ganze Reihe von Radiosendern ausgestrahlt wird. Der Terminus wurde zunächst für die Übertragung wichtiger Ereignisse über mehrere Radiosender (u.a. gleichzeitig über UKW- und MW-Sender, eine Praxis, die die Federal Communications Commission 1964 in den USA untersagte und die am 1.1.1967 eingestellt wurde). Später (in den 1960ern) galt das Konzept für die gleichzeitige Ausstrahlung von Radio- und Fernsehangeboten (bis heute manchmal bei großen Fußballspielen, aber – wie in den 1970ern und 1980ern häufiger – auch bei Musikversanstaltungen, was aber mit der verbesserten Tonqualität des Fernsehens stark rückläufig ist). Heute sind die gleichzeitige Verbreitung von Standard-TV- und HDTV-Sendungen, von analogen und digitalen Signalen der gleichen Sendungen sowie die zeitgleiche Weiterleitung eines terrestrisch ausgestrahlten Radio- oder Fernsehprogramms im Internet (Webcasting) weit verbreitete Praxen des Simulcasting.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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