Lexikon der Filmbegriffe

Filmschule

Eine Filmschule ist gleichbedeutend mit einer filmgeschichtlichen Epoche, Strömung oder Welle, z.B. die Nouvelle Vague, der Expressionismus, der Neorealismus. Die folgenden Merkmale für das Vorliegen einer Filmschule sind häufig anzutreffen, müssen aber nicht allesamt auftreten: eine minimale Übereinkunft zwischen Filmemachern und Journalisten; ein Öffentlichkeitsorgan zur Außendarstellung wie etwa eine Fachzeitschrift, aber auch der Rundfunk oder das Fernsehen; ein künstlerisches Programm, Werbestrategien, ein Manifest, ein Kern von programmatischen Filmen, eine begrenzte Anzahl von an der Filmproduktion beteiligten Personen als Vertreter der Schule, ein geistiger Vordenker oder auch „Pabst“. Eine Filmschule ist fast immer gegen eine andere Bewegung gerichtet, die vorausgeht oder gleichzeitig auftritt. Sie versteht sich als Epoche des Kunstfilms, als geschichtlicher Abschnitt einer Nationalkinematographie bzw. als nationalkinematographischer Beitrag zur internationalen Filmgeschichte. 


Artikel zuletzt geändert am 02.08.2011


Verfasser: JT


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