Lexikon der Filmbegriffe

Kinetophon

(1) 1895 brachte Thomas Alva Edison (1847-1931) sein Kinetophon (auch Kinetophonograph genannt) heraus, eine mechanische Kopplung zwischen seinem Kinetoskop zum Betrachten von Filmstreifen (patentiert 1891) und seinem Phonographen (patentiert 1877). Es machte es möglich, einen 15m langen Endlosfilmstreifen nichtsynchronisiert mit Sprache und Musik zu unterlegen. Dieses Film-Ton-Gerät, als Münzapparat ausgebildet, war ein ökonomischer Mißerfolg - es wurden nur 45 Apparate verkauft.
(2) Ein ähnliches, Projektor und Phonographen allerdings synchronisierendes Verfahren wurde von der Edison Co. als Cinephonograph 1911 vorgestellt, 1912 als Kinetophone machine patentiert, 1913 öffentlich präsentiert und in den Markt gebracht. Weil das System in der Alltagsnutzung instabil war, blieb der wirtschaftliche Erfolg aus. Die Produktion wurde nach einem Brand in den Edison-Laboratorien 1914 nicht wieder aufgenommen.


Artikel zuletzt geändert am 31.07.2011


Verfasser: JH


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