Lexikon der Filmbegriffe

Nachspielkino

früher auch: Nachspieler, manchmal: Zweitspieler

Gemäß der Programmierung von Filmen, die neu ins Kinoprogramm kommen, hatte sich in den 1920er Jahren die bis heute erkennbare Konvention herausgebildet, den Film zunächst in oft palastartig ausgestalteten Premierenkinos zu zeigen, die in der Stadtmitte lagen. Erst danach wurden die Vorortkinos und weniger prunkhaft ausgestattete Säle beliefert. Ein Nachspieler ist also ein Betriebtypus von oft in Vororten oder auch im Dorf liegenden Kinos, die Filme, die bereits in den Erstaufführungs- oder Premierentheatern gezeigt worden sind, nachspielen. Oft waren die Leihmieten, die Nachspieler für eine Kopie entrichten mussten, deutlich niedriger als die bei einer Erstauswertung.


Artikel zuletzt geändert am 20.07.2011


Verfasser: JH


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