Lexikon der Filmbegriffe

Odeon

von griech.: odeion = Musikhalle, Gebäude für Gesangsaufführungen, Instrumentalmusik und Rezitationen

Die Odeon-Kinokette wurde 1930 in Birmingham von Oscar Deutsch gegründet. Die Anekdote berichtet, dass „Odeon“ ein Akronym von „Oscar Deutsch Entertains Our Nation“ sei. 1933 gehörten 26 Kinos, 1937 bereits 250. Das Repräsentationskino der Kette stand am Leicester Square in London. Neben den Associated British Cinemas und den Kinos von Gaumont-British war die Odeon die größte Kinokette des Landes. 1941 übernahm die Rank-Organisation die Kette, führte sie aber separat weiter. Im Rahmen der Internationalisierung von Rank entstand neben der kanadischen Tochter Odeon Theatres (Canada) Ltd. (mit über 100 Kinos, die später den Grundstock für Cineplex Odeon wurden) auch eine irische Theaterkette (die 1982 an Ward Anderson verkauft wurde). Rank verkaufte die Odeon-Kinos – zu dem Zeitpunkt noch 75 Niederlassungen in England und auf Jersey – im Jahr 2000 an Cinven für £280 Millionen. Im September 2004 ging die Kette in den Besitz von Terra Firma Capital Partners über, einer Gruppe von Privatinvestoren, die sie im Rahmen der damit größten europäischen Kinokette United Cinemas International weiterführt. 


Artikel zuletzt geändert am 19.07.2011


Verfasser: JH


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