Lexikon der Filmbegriffe

Außenaufnahme

Jede Aufnahme, die nicht im Studio gemacht wird, wird „Außenaufnahme“ genannt, also auch Aufnahmen in geschlossenen Gebäuden. In der Frühzeit des Films wurden möglichst viele Aufnahmen im Freien gemacht, weil Sonneneinstrahlung eine Belichtung des noch recht unempfindlichen Materials ermöglichte. Mit dem Fortschritt der Filmempfindlichkeit, vor allem aber der Lichttechnik wurden die Aufnahmen immer mehr ins Studio-Innere verlegt: Hier war die Kontrolle über alle einzelnen Faktoren, die Außenaufnahmen stören konnten – Veränderungen des Lichts, Wind und ähnliche Außeneinflüsse, Sturm, Regen, Schnee und dergleichen mehr –, maximal gegeben. Die äußere Realität, die im Studio gegeben ist, ist optimal an ihre Darstellung im Film angepasst.


Gegen die Studio-Fixierung erheb sich in den verschiedenen „neuen Wellen“ ein vielfacher Protest: Um dem Kino einen grundständigen Realismus zurückzugewinnen, sollte vermehrt zu Aufnahmen „on location“ übergegangen werden, an den Orten gesellschaftlichen Lebens, die in der Künstlichkeit des Studios nicht nachgeschaffen werden könnten. 
 

Referenzen:

backdrop

backlot

Drehgenehmigung

honeywagon

location

Night-for-Night

on location

set


Artikel zuletzt geändert am 13.01.2012


Verfasser: AS


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