Lexikon der Filmbegriffe

Head-on shot

Aufnahmen, bei denen die Kamera unmittelbar im Weg von Akteuren untergebracht ist, die sich direkt auf die Kamera zu bewegen, werden manchmal head-on shots genannt. Der Effekt ist meist eine Intensivierung des Bewegungseindrucks, eine Physikalisierung der Bewegung zudem. Schon in Verfolgungsszenen des Slapstickkinos wurde häufiger mit derartigen Kamerastandorten gespielt. Zu den berühmtesten Beispielen der Filmgeschichte zählen neben die Aufnahmen der andockenden Raumschiffe in Stanley Kubricks 2001: A Space Odyssey (Großbritannien 1968) die Rennwagen in dem berühmten Rennen in Ben Hur (USA 1959, William Wyler), oder eine endlose Aufnahme, in der Omar Sharif auf eine Oase zureitet (Lawrence of Arabia, Großbritannien 1962, David Lean). Derartige Einstellungen spielen im 3-D-Kino eine wichtige Rolle, weil die Bedrohlichkeit einer vom Bild in den Zuschauerraum zu springen scheinenden Bewegungen deutlich angehoben wird.


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: CA


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