Lexikon der Filmbegriffe

Package-Unit-System

auch: package-unit system of production

Das package-unit system bezeichnet die dominante Produktionsweise von Hollywood-Filmen seit ca. Mitte der 1950er Jahre bis heute. Unabhängige Produzenten oder Agenten stellen dabei individuelle Filmprojekte zusammen, bestehend aus Schauspielern, Filmstab, Locations, Drehbuch etc., und bieten sie (Major-)Studios zur Realisierung/Finanzierung und insbesondere zum Verleih an. Dieser Produktionsmodus unterscheidet sich signifikant von dem des klassischen, vertikal-integrierten Studiosystems, bei dem üblicherweise die gesamte Konzeption eines Filmprojekts vollständig innerhalb eines Major-Studios angesiedelt und das technische und kreative Personal über langfristige Verträge fest an das jeweilige Studio gebunden waren. 

Literatur: Blanchet, Robert: Ästhetik, Ökonomie und Geschichte des Postklassischen Hollywoodkinos. Marburg: Schüren 2003. – Jahn-Sudmann, Andreas: Der Widerspenstigen Zähmung? Zur Politik der Repräsentation im gegenwärtigen US-amerikanischen Independent-Film. Bielefeld: transcript 2006. – Staiger, Janet: The Package-Unit-System: Unit Management after 1955. In: David Bordwell / Janet Staiger / Kristin Thompson: The Classical Hollywood Cinema. Film Style and Mode of Production to 1960. New York: Columbia University Press 1985, S. 330-337.
 

Referenzen:

Producer-unit System


Artikel zuletzt geändert am 08.02.2012


Verfasser: AJS


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