Lexikon der Filmbegriffe

Auswertungsfenster

engl.: release window;

Der Zeitraum, der für die Rechteauswertung für eine bestimmte Verwertungsart (z.B. Kino, Video oder DVD, Pay-TV) zur Verfügung steht, wird allgemein „Auswertungsfenster“ genannt. Je nach Vertrag, aber auch nach Art des Films sind die Fenster sehr unterschiedlich. Während für das normale Kino-Angebot eine Schonfrist von sechs Monaten (seit Jahren werden die Fristen verkürzt, sind inzwischen bei nur noch drei Monaten) vorgesehen ist, bevor es in Konkurrenz zu anderen Anbietern tritt, sind die Fenster für Kinderfilme oft sehr viel länger und leiden weniger durch das Hinzutreten anderer Träger. Mit dem Schließen des alleinigen Fensters für die Kino-Auswertung wird der Film in aller Regel aus dem Kino-Angebot genommen, steht nur noch für Programm-Kinos zur Verfügung. Oft wird der Film noch am Rande des Fensters in den „Dollar-Kinos“ (Nachspielkinos zu einem besonders niedrigen Preis) rest-ausgewertet. In der BRD ist das Auswertungsfenster für Filme, die im Rahmen des Film-Förderungs-Gesetzes (FFG) Fördermittel beanspruchen, festgelegt; für alle anderen Filme basiert das Fenster auf Vereinbarung. 
 

Referenzen:

release window

Sperrfrist


Artikel zuletzt geändert am 13.01.2012


Verfasser: HHM


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