Lexikon der Filmbegriffe

Spitzenorganisation der Deutschen Filmwirtschaft: 1950ff

Die Spitzenorganisation der Deutschen Filmwirtschaft e.V. (SPIO) wurde 1950 als Verein in Wiesbaden gegründet. Sie stellt einen Dachverband dar, dem zahlreiche Mitglieder aus dem filmwirtschaftlichen Bereich angehören; derzeitig gehören ihr elf Verbände als ordentliche, vier als außerordentliche Mitglieder an (Stand: 2002). Außerdem fungiert sie als Verwaltungsdienstleister für andere Institutionen und übt die Finanz- und Personalverwaltung für das Deutsche Filminstitut (DIF), die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und die Deutschen Filmkünstlernothilfe aus. Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ist eine Einrichtung der SPIO und wird seit dem 1.1.2002 als Tochtergesellschaft in Form einer GmbH geführt.
Zu den Aufgaben der SPIO gehören neben der filmpolitischen Diskussion und der Selbstverständigung der Branche auch Servicefunktionen für ihre Mitglieder. Zu ihnen gehören: (1) das Titelregister, das Titelanmeldungen verzeichnet, so dass die urheberrechtlich wichtige Priorität von Titeln nachweisbar wird; (2) die statistische Erfassung aller verfügbaren Daten im Bereich der deutschen Filmwirtschaft; wichtigste Veröffentlichung ist das Filmstatistische Jahrbuch; außerdem erscheint regelmäßig ein Produktionsspiegel, ein Startplan und ein Vierteljahresbericht; (3) diverse Datenbanken; Kinofilme im Fernsehen erfasst z.B. alle im deutschen Fernsehen ausgestrahlten Kinofilme seit 1953 vollständig mit den wichtigsten Kenndaten; das Verzeichnis enthält mehr als 300.000 Ausstrahlungsdaten zu mehr als 35.000 Filmen; (4) Auswertungen und juristische Beratungen und Gutachten zu Filmen.


Artikel zuletzt geändert am 22.07.2011


Verfasser: JH


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